Mir hatten et echt dropp!
Wir haben es tatsächlich geschafft. Trotz eines schwachen zwanzigsten Platzes an der ersten Station gewinnen wir zum dritten mal die Niederstadtfelder Dorfolympiade. "De Pott moß heem" stand in unserem Vorbericht zur diesjährigen Olympiade. "En ass jetz daheem!" Der BP-Galler-Wanderpokal geht in den Besitz der Elite Truppe.
Aber der Reihe nach. Im neuen Dress - die Aufschrift dürfte mittlerweile bekannt sein - erschienen wir pünktlich am Dorfplatz. Wir wussten, dass wir die Dorfolympiade eröffnen würden und waren gespannt auf die erste Station. Teebeutelweitwurf! (übrigens eine gute Idee des Orga-Teams) hieß es auf einmal und wir waren zuversichtlich, dass wir das ganz gut hinkriegen würden. Auch unmittelbar nachdem wir die Station absolviert hatten, herrschte noch Zufriedenheit mit der Leistung. Als wir jedoch mit ansehen mussten, wie weit die Teebeutel bei den anderen Teams flogen, bekam die Euphorie einen gehörigen Dämpfer. Highlights dieser Station waren unumstritten Jürgen Mayers 8(nicht Meter sondern)cm-Wurf (>> Foto) und Indianasquaw Brigitte, die den Teebeutel in die falsche Richtung auf das Pavillondach katapultierte. Nicht zu vergessen der alljährliche Überflieger der Moskitos. Andi schaffte - wie schon im letzten Jahr - einen Wurf über die 9m-Marke. Respekt! Jetzt kam für uns eine dreistündige Pause, die wir mit Fritten, Kuchen und recht viel Bier überbrückten. Es wurde noch viel über die Leistung an der ersten Station diskutiert, wobei man heraushörte, dass das weitere Verbleiben von Rainer und vor allem Jürgen in der Elite-Truppe auf der Kippe stand. Etwas mehr oder weniger angetrunken gehen wir als letzte Mannschaft um 16:09 Uhr zur zweiten Station auf die Däll. Die Zwei aus dem Pfarrhaus, übrigens die Letzten abends am Pavillon, staunen wie wir die Lufballons abräumen und attestieren uns einen oberen Mittelfeldplatz (>> Foto). "Ist okay" denken wir und nix wie weiter an die nächste Station zu Norbert "Kiss" Thömmes. Auch er freut sich, wie übrigens alle anderen Stationsleiter auch, über unsere Visitenkarte und stellt uns seine Europawahlfragen (>> Foto). Wie so oft bei dieser Art von (Schätz-)Fragenstationen weiß man nicht so recht, wie man abgeschnitten hat. Dennoch hatten wir das Gefühl, nichts wirklich falsch gemacht zu haben. Und wir unterhielten uns noch darüber, dass der "Landrat" der DOOFEN diese Stationen eigentlich gewinnen müsste ... An der Bushaltestelle wartete die erste von drei Schwestern vom "Orga-Chef" Günter Horten. Wissensfragen, die uns ganz gut lagen, hatte sie für uns zurechtgelegt. Jürgen "The Brain" Mayer ist in seinem Element und, um es etwas bildlich auszudrücken, gelang ihm nun ein Teebeutelwurf von ca. 9,88m. Aber, um es schon vorweg zu nehmen, es war noch nicht sein weitester Wurf an diesem Tag!!! Spätestens jetzt ist der Glaube an den Sieg, nach dem Dämpfer an der ersten Station, wieder wachgerüttelt und die Motivation für die folgenden Stationen kennt fast keine Grenzen (>> Foto). "Tölmes" Helmut und Angelika begrüßen uns am Drees. Dreesindeneimerwerfen heißt die Aufgabe. Rainer und Jürgen sind die Becherfüller, Harald und Uwe die Wasserträger und wichtigster Mann hier ist Udo als "Schütter" (>> Foto). Der macht seine Aufgabe sehr gut und bringt es auf 6,8 Liter Drees im Eimer. "Jood Udo" rufen die anderen vier und weiter geht's. Auszeit an der Getränkestation mit der hübschen Yvonne und Plauderstündchen mit Jamaica-Beccy. Zunächst schauen wir den anderen Teams bei Schorschs Stiefelweitwurf zu. Wir fanden kein Patentrezept, wie man den Stiefel am besten wirft und jeder warf dann halt eben so wie er meinte. Uwe und Udo machen die meisten Punkte (>> Foto), aber auch die anderen drei werfen gut. Langsam, so glauben wir, könnten wir im oberen Drittel der diesjährigen Gesamtwertung angekommen sein und Teile der Mannschaft sind jetzt schon weitestgehend zufrieden mit Olympia 2004. Mal sehen, was noch kommt. Bei Klausi und Heidi in der Garage gibt's die wohl schwerste Station des Tages. Burgen auf einer Landkarte zuordnen. Bildersprache Teil 2: Glatte 20,00m!!! fliegt hier der Teebeutel. Es erübrigt sich, den Namen des Werfers zu nennen. Für viele Olympioniken war es sicherlich schwierig, überhaupt eine Burg zuordnen zu können. Das es überhaupt so viele Burgen gibt ... Die Pärchen bei Günters dritter Schwester bekamen wir nicht alle zusammen, aber es ging einigermaßen (>> Foto). Die Mannschaftsleistung war gut, denn jeder wusste einige Partner zuzuordnen - eine originelle und lustige Station, bei der eine "Bunte"-Lesende weibliche Teamgefährtin nicht schlecht gewesen wäre. So, nun zur letzten, speziell für die Elite-Truppe ausgerichteten Station. Die Luftballons lagen in der Luft. Schon Tage vorher konnte man versteckt Aussagen in diese Richtung deuten. O-Ton Christoph Meyers: "Also, die Elite-Truppe gewinnt dieses Jahr net, da bin ich mir sicher", wobei sich ein breites Stefan-Raab-Grinsen über seinem Gesicht verteilte. Als wir um 16:09 Uhr gestartet und erst wenige Meter vom Dorfplatz entfernt waren, hatten wir die Durchsage klar und deutlich hören können: "So, meine Damen und Herren, wir kommen nun zur letzten Station, dem Luftballonaufblasen und Zuknoten" hauchte Günter ins Mikrofon. "Die Säcke, öch brouch en Luftballon" kam es wie aus der Pistole geschossen aus Rainers Kehle. Wie bestellt gab's die dann auch auf der Däll beim Pfeile-auf-Luftballons-Werfen. So kam es, dass Rainer "The Knoten" Billen zugegebenermaßen am Dorplatz nicht den ersten Luftballon an diesem Tag zuknotete (>> Foto). Auch die hetzende, ja fast blutrünstige Meute brachte ihn nicht aus der Ruhe. "Loss die Arschlöcher roich Kreesch don" so die beruhigenden Worte von Kamerad Uwe. Er behielt die Nerven und wir landeten sogar auf Platz fünf an dieser Station (>> Foto). Diese Station, die uns 1995 den Sieg gekostet hat, könnte in diesem Jahr zu unserem Matchwinner werden. Wahnsinn! Wie immer, so auch dieses Jahr die Prognosen nach der letzten Station. Ein gutes Gefühl hatten wir alle, doch die erste Station war zu schlecht gelaufen, um ganz vorne dabei zu sein. So dachten wir. Uwe war der einzige, der wirklich an den Sieg glaubte. "Öch honn e jood Jefeel." Chrrrrrrrrrrrr. Harald hatte ganz kurz vor der Siegerehrung eine Begegnung mit der scheinheiligen Maria. Beim tiefen fragenden Blick in ihre Augen, bei dem sie ein noch breiteres Stefan-Raab-Grinsen auflegte als Christoph Tage zuvor, kam auch ihm zum ersten Mal der Gedanke, vielleicht doch gewonnen zu haben. Aber vielleicht hatte sie ihn auch nur ausgelacht.... Showdown bei der Siegerehrung, da die beiden sich am meisten bekriegenden (im positiven Sinne) Mannschaften, die Doofen und die Elite-Truppe am Schluss noch übrig blieben. Jürgen ahnt bereits vor dem Aufruf des Zweitplatzierten die Sensation, denn Schenki zielt mit seiner Kamera auf die Konkurrenten, und dann machte Günters Aufruf die Sache offiziell. Der unerwartete Sieg war perfekt und Uwe trägt den Pokal spät abends nach Hause. Fazit: Ein Knotentrauma geht zu Ende! Und Rainer und Jürgen werden der Elite-Truppe wohl doch erhalten bleiben. Eine wieder mal top ausgerichtete Dorfolympiade mit klasse Ideen. Teebeutelwerfen müssen wir noch üben. Anscheinend brauchen wir eine schlechte erste Station, um richtig in Fahrt zu kommen (siehe letztes Jahr). Lustig war's unterwegs. Jürgen und Udo hatten den Fotoapparat dabei. Aus unverständlichen Gründen machte Udo mehr Fotos vom Jamaica-Team (>> Foto) als von uns. Was war da bloß? Komisch! Tragischer Weise unterliegen die Doofen uns ausgerechnet bei ihrem Spezialwissen-Thema: Europawahl, sind aber überaus faire Verlierer (>> Foto). Unser Favorit, die Überspitzen, waren dem Druck nicht gewachsen, aber trotzdem auf einem guten Platz. Das Thai-Team war eine Bereicherung für alle und auch der Nachwuchs scheint der Niederstadtfelder Dorfolympiade nicht auszugehen. Für nächstes Jahr hat sich schon ein neues Team gefunden. "Les Beaus" (französisch, bedeutet: die Blöden) mit Frrrank Haep, Harald Brück, Norbert Schmitz und vielleicht Jörg Haep (das muss nach letztem Stand der Dinge am Pavillon wohl noch ausdiskutiert werden). Da sieht man keinen, der (Achtung: Bildersprache Teil 3) den Teebeutel 9,88m geschweige denn 20,00m weit werfen kann! Wir sind gespannt, was dieses Team in Zukunft leisten kann. "Wahnsinn, watt mir dropp hatten!" |
>> Weiter zur Elite-Galerie 2004