Ansichten des VerlierersEs wird sicherlich niemand widersprechen, wenn wir uns als den Verlierer der diesjährigen Spiele bezeichnen. Rainer hatte von Anfang an die Devise ausgegeben, nach fünf Jahren endlich nochmal zu gewinnen. Doch dies ging gründlich daneben. Wie soll man unseren 20. Platz bewerten? Es gibt mehrere Erklärungsversuche:
Egal, wie es zu diesem Desaster kommen konnte. Es fällt schwer, eine vernünftige Analyse zu machen. Fangen wir mal vorne an. An der ersten Station "Schlappenzielschießen", die unmittelbar neben der Gemeindehalle durchgeführt wurde und daher von allen eingesehen werden konnte, ging es nicht überragend, aber auch nicht ganz schlecht los. Fünf Treffer, davon vier von Rainer(!), war unserer Meinung nach guter Durchschnitt. Als nächstes ging es darum, Pseudonyme berühmter Menschen ihren richtigen Namen zuzuordnen. Auch diese, von Jakob Schnichels fehlerlos geleitete Station, verließen wir mit einem nicht so schlechten Gefühl, obwohl wir uns sicher waren, dass wir längst nicht alles gewusst haben. Die älteren Persönlichkeiten wie Willy Brandt, Guildo Horn usw. waren kein Problem, aber mit Lady GaGa konnten wir z.B. gar nichts anfangen. Wir kannten nur Radio Ga Ga. Bei Norbert mussten wir dann "schiffelen", also Holzscheiben mit der Hand über eine Holzbahn in ihr Häuschen schieben, was leichter aussah als es war, zumindest für uns. Mit im Schnitt gut zehn Punkten pro Person lagen wir hier deutlich hinter den meisten anderen Mannschaften. Damit war der Gesamtsieg schon mal passé. Nach langem Fußmarsch kamen wir bei Sandra und Mario an. Hier teilte sich die Gruppe. Während Benelli, Rainer und Udo versuchten, durch Umschütten von Wasser mit zwei Behältern eine bestimmte Literzahl in einem der Behälter zu erreichten, spielten Uwe und Jürgen Tangram. Letzteres war bestimmt extra für unsere Gruppe ausgewählt worden, denn Orga-Tanja hatte dieses Spiel mit den Moskito-Organisatoren vor Jahren schon mal im Programm gehabt. Damals wie heute versuchten wir uns vergeblich an der Lösung. Da auch das Wasserumschütten ohne brauchbares Ergebnis endete, hatten wir hier also null Punkte. Zum Glück ging es den meisten anderen Mannschaften nicht besser. Am Bolzplatz versuchten wir einen kurzen Strick mit je einem Golfball am Ende auf eine dreisprossige Leiter zu werfen, so dass der Strick daran hängen blieb, wobei es für die einzelnen Sprossen unterschiedliche Punktzahlen gab. Am Ende erreichten wir insgesamt neun Punkte, was wahrscheinlich ein unterer Mittelfeldplatz bedeutete. Am Wendehammer im Flürchen sollte man sich auf Eimerchen stehend, die mit Schnüren festzuhalten waren, über einen Hindernisparcours bewegen, wobei wir anscheinend überhört hatten, dass dabei die Zeit entscheidend war, denn mit gut vier Minuten belegten wir hier einen der hintersten Plätze. In Jürgens Carport warteten Riet und Uschi mit Wissensfragen unterschiedlicher Art auf uns. Wir teilten uns die Blätter auf und konnten auch das meiste beantworten, doch zu einer Spitzplatzierung hat es sicherlich nicht gereicht. Diese erzielten wir aber dann an der abschließenden Station an der Gemeindehalle. Ziel war es, ein Gummibärchen, das an einer Schnur hing, in den Mund zu ziehen, wobei keine Hände zu Hilfe genommen werden durften. Hier schafften wir unser mit Abstand bestes Stationsergebnis: Platz 2! Dann ging die Diskussion mit den anderen Gruppen los: "Was habt ihr dahin geschrieben?", "Wie viele Punkte habt ihr da erreicht?" usw. Einen recht guten Vergleich der einzelnen Stationen konnten wir mit den Doofen anstellen. Zweimal waren sie besser, zweimal wir, zweimal waren wir genau gleich und an den übrigen beiden Stationen schien der Unterschied auch nicht allzu groß sein. So rechneten sie etwa mit Platz 10, wir sahen uns kurz dahinter. Dann kam die Siegerehrung: Platz 26, 25, ... Bis zu unserem Aufruf sollte es also noch etwas dauern, aber dann kam der Schock aus Helgas Mund: Platz 20 für den dreimaligen Sieger, wir waren sprachlos! Bisher waren unsere schlimmsten Befürchtungen nie übertroffen worden, doch heute war dies der Fall. Gefreut haben wir uns vor allem für den Sieger. Die Überspitzen haben nach mehreren zweiten Plätzen endlich den Sieg errungen. Herzlichen Glückwunsch! Hervorzuheben ist auch der zweite Platz für die Risselberg Oldies - sicherlich eine kleine Überraschung. Auf den nächsten Plätzen dann die weiteren Favoriten: Pastor Fl. Urin, nichts bringt uns runter, Maria und die Scheinheiligen als beste einheimische Mannschaft und die Doofen. Zum Schluss möchten wir den Organisatoren ein Kompliment für die Ausrichtung der Spiele machen, die unterhaltsam und fair waren und bei uns - zumindest bis zur Siegerehrung - auch für eine gute Stimmung gesorgt hatten. Im nächsten Jahr haben wir ein riesengroßes Verbesserungspotential. |
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